Konzept
Im Waldkindergarten wird ein ganzheitliches, naturbezogenes und lebensnahes Lernen vermittelt. Damit werden günstige Bedingungen für eine gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes gefördert.
Der Ursprung dieser Idee liegt in Dänemark. Hier wurde vor etwa 50 Jahren der erste Waldkindergarten gegründet. Der erste Waldkindergarten in Deutschland entstand 1969 in Wiesbaden. Mit der Entstehung der Waldkindergärten in Flensburg und Lübeck im Jahre 1993 begann eine regelrechte Gründungswelle. Inzwischen gibt es in Baden Württemberg über 150 Waldkindergärten.
Waldkindergärten sind zunächst ganz normale Kindergärten, in denen die Kinder spielen, lernen, basteln, toben, singen und vieles mehr. Der Unterschied zum Regelkindergarten besteht darin, dass der Waldkindergarten bei Sonne, Wind und Wetter draußen in freier Natur stattfindet. Nur bei extremer Witterung wird ein Schutzraum (z.B. Bauwagen) aufgesucht.
Der heimliche Lehrplan des Waldes
- Die Kinder haben im wahrsten Sinne Platz zum „Kindsein“ (Raum, sich frei zu bewegen, Platz zum Spielen, Lachen, Weinen, Tanzen, Träumen, ...)
- Der tägliche Aufenthalt im Freien stärkt das Immunsystem und fördert die Gesundheit.
- Kindliche Phantasie und Kreativität werden durch die Vielfalt der Natur angeregt und gefördert.
- Die Kinder lernen den behutsamen Umgang mit jeder Art von Leben und entwickeln eine sinnerfüllte Beziehung zur Natur.
- Innere Kräfte und Grenzen werden besser wahrgenommen und erprobt.
- Aggressionen werden nicht aufgestaut, sondern kreativ umgewandelt.
- In der kleinen Gruppe lernen die Kinder, soziale Konflikte konstruktiv zu lösen.
- Unmittelbares Erleben und eigene Erfahrungen mit allen Sinnen geben Selbstwertgefühl und emotionale Stabilität.
- Stille verhilft zu innerer Ruhe und stärkt die Konzentrationsfähigkeit.
- Die Elternmitarbeit erstreckt sich auf organisatorische Verantwortung und Umsetzung, Notdienste, monatliche Elternabende.

