ESF-Projekt KÜM Modul 4

ESF - Projekt: KÜM- Kommunales Übergangsmanagement - Modul 4

 

in Kooperation mit der Jugendagentur Nürtingen-Kirchheim

 

Beschäftigung und Qualifizierung junger Frauen udn Männer mit hohem Integrationsbedarf

 

Sozialbenachteiligte Jugendliche, und insbesondere junge Frauen müssen unterschiedliche Hürden bei ihrer Lebensgestaltung überwinden. Zusätzlich fehlen ihnen verschiedene Fähigkeiten und Ressourcen, um die vielfältigen Möglichkeiten der Berufs- und Lebensplanung wirklich nutzen zu können. Der Zugang zu schulisch- und außerschulischen Bildungsangeboten ist ihnen überwiegend verwehrt. Dabei benötigt gerade diese Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen diese Angebote besonders. Gesundheitsschädigende Lebensweisen, Suchtmittelmissbrauch und frühe Schwangerschaften finden sich in dieser Bevölkerungsgruppe nachweislich sehr häufig.

Daher liegt der Schwerpunkt von diesem Projekt auf
 
1.    dem Aufbau, also die Stabilisierung von jungen Frauen und Männern in die Gesellschaft und
2.    auf Tätigkeiten auf einem Bau, einer typischen Männerdomäne, in der die teilnehmenden Frauen sich behaupten lernen und ihre Berufsperspektiven erweitern.

Unterziele

  • Die Verbesserung der gesundheitlichen Situation der TeilnehmerInnen bzw. die Entwicklung von Fähigkeiten, um Gesundheit zu erhalten
  • Die nachhaltige Stärkung des Gefühls der Selbstwirksamkeit bei den TeilnehmerInnen. Bewusstsein über Selbstwirksamkeit führt zu Selbstbewusstsein und einer Öffnung gegenüber anderen  (Hilfs-) Angebote von Außen.
  • Entwicklung von Teamfähigkeit und Empathie durch intensive Gruppenarbeit
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung gehört, wie die Vertretung der eigenen, aber auch das Zulassen anderer Meinungen, ebenfalls zur Zielformulierung.
  • Die Vermittlung von Einblicke und Erfahrungen in Tätigkeiten, die eher als typisch männlich angesehen werden
  • Die Zusammenarbeit mit männlichen Kollegen ist wichtig, um die Selbstbehauptung zu erproben und um Genderfragen nachzugehen: welche unterschiedlichen und gemeinsamen Handlungsmuster/Kompetenzen haben Männer und Frauen, was können Männer von Frauen, bzw. Frauen von Männern lernen, welches Potential steckt in welchen Gruppenstrukturen?
  • die Qualifizierungen und fachliche Kompetenz entdecken und entsprechend herauszustellen (Lebensläufe, Bewerbungen, Selbstdarstellung)
  • Vermittlung in Praktika,  Ausbildung und auf den 1. Arbeitsmarkt

3. Durchführung

Verschiedene „Erprobungsfelder“ stehen den Teilnehmenden im Rahmen der Tätigkeiten des Vereins zur Verfügung. Neben den klassischen „weiblichen“ Berufsfeldern wie Hauswirtschaft und Erziehungswesen liegt der Schwerpunkt des vorliegenden Projektes auf dem Bauhandwerk.

Auf einer konkreten Umbaumaßnahmewird die Gruppe von Kunst- und Bau-erfahrenen SozialpädagogInnen begleitet. Die Frauen arbeiten an konkreten Bauabschnitten, je nach Projektverlauf in eigenen Bauabschnitten (Schonraum) oder aber zusammen mit den männlichen Mitarbeitern. Damit wird gewährleistet, dass die Frauen ungehindert von Vorurteilen sich der Materie annähern können und einen Bauabschnitt als Frauengruppe selbstständig zur Vollendung bringen können. Folgende berufliche Ausrichtungen lernen die Teilnehmenden kennen: Lehmbau, Verputzen mit Lehm, bzw. Gips, Maurerarbeiten, Zimmerei, Schreinerei, Malerei, vorbereitende Maßnahmen für Sanitär und Elektrik, Bodenbelag und Einrichtung des Raumes).

In Praktika in der freien Wirtschaft oder in Auftragsarbeiten erproben sich die Teilnehmenden unter realen Bedingungen. Mit systemischen/kulturpädagogischen /kunsttherapeutischen Methoden erarbeiten sich die Teilnehmenden ihr persönliches Profil.

 
 
 
         
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